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Arbeitsschutzmanagementsysteme

Der Arbeitsschutz beinhaltet die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zielt damit insbesondere auf den Schutz von Arbeitnehmern ab. Allerdings umfasst der Begriff deutlich mehr als die Vermeidung von Arbeitsunfällen oder den Einsatz verschiedener Schutzausrüstungen, wie bspw. das Tragen von Sicherheitsschuhen. Auch der Anlagenbetrieb oder die einzelnen Arbeitsprozesse unterliegen sicherheitsrechtlichen Bestimmungen.

Arbeitsschutzmanagementsysteme unterstützen den Unternehmer dabei, eine systematische Vorgehensweise zu entwickeln und Prozessabläufe zu implementieren, die dazu führen, die sicherheitstechnische Leistung des Unternehmens kontinuierlich zu verbessern, Gefahren einzuschätzen und abzuwehren sowie einen Beitrag zum sicheren Arbeiten im Unternehmen zu leisten. Ob aus Überzeugung oder aufgrund von Kundenerwartungen, der Unternehmer hat hierbei die Auswahl zwischen unterschiedlichen Arten von Managementsystemen.

ARBEITSSCHUTZMANAGEMENTSYSTEM nach SCC (Safety Certificate Contractors)

ARBEITSSCHUTZMANAGEMENTSYSTEM nach SCC (Safety Certificate Contractors)

Neben den eigentlichen leistungserbringenden Einheiten ist es für die Kernkompetenz eines Unternehmens von großer Bedeutung bei Kunden und Kooperationspartnern Vertrauen in die Sicherheit sowie den Gesundheits- und Umweltschutz (kurz: SGU) zu schaffen. Gerade in Kooperationen mit Subunternehmern, hat der Unternehmer hierbei eine besondere Sorgfaltspflicht bei der Auswahl der Nachunternehmen zu erfüllen. Subunternehmen, die sogenannten Kontraktoren, sind Unternehmen, die aufgrund eines Vertrages für den Auftraggeber bestimme technische Dienst- oder Werksleistungen erbringen. Aus der Praxis ist bekannt, dass gerade an den Schnittstellen von unterschiedlichen Arbeitssystemen mit den größten Gefährdungen zu rechnen ist. Eine gute Planung und deutliche Absprachen sind hier unerlässlich.

Das SCC (Safety Certificate Contractors) ist ein zertifiziertes Managementsystem, das sich an den hohen Sicherheitsanforderungen der chemischen und mineralölverarbeitenden Industrie orientiert und die Arbeitssicherheit mit Gesundheitsschutz und Umweltschutzkonzepten verbindet.

Das SCC-Regelwerk bietet dabei anhand einer Checkliste genaue Vorgaben für den Arbeits- und Umweltschutz. Die Zertifizierung erfolgt durch akkreditierte Auditoren.

Mindestens 90 % aller Führungskräfte und operativ tätigen Mitarbeiter des Unternehmens müssen an einer 2 bis 3 tägigen Ausbildung teilnehmen, in der ihnen die gesetzlichen Grundlagen im Umweltrecht, dem Arbeits- und Gesundheitsschutz vermittelt werden. Verbindliche Themen sind die Kenntnis der häufigsten Gefährdungen und Unfallursachen einschließlich der Möglichkeiten zur Vermeidung. Weitere Aspekte sind der richtige Umgang mit Gefahrstoffen und Abfällen, die Notfallplanung, die Erste-Hilfe und die Vermittlung von Grundlagen zur Ergonomie am Arbeitsplatz.


Varianten der SCC-Zertifizierung

SCC* (SCC Ein-Stern): Unternehmen mit bis zu 35 Beschäftigten, die keine Kontraktoren, d.h. Nachunternehmen einsetzen. Die SGU-Managementaktivitäten werden also direkt am Arbeitsplatz beurteilt.

SCC** (SCC Zwei-Stern): Unternehmen mit mehr als 35 Beschäftigten oder die mit Kontraktoren zusammenarbeiten. Hierbei wird das SGU-Managementsystem im gesamten Unternehmen bewertet, aber auch im Hinblick auf die Schnittstellen zu den kooperierenden Partnern.

SCCP: Für alle Unternehmen, die ihre Mitarbeiter in der petrochemischen Industrie oder in Raffinerien einsetzen

 

UNSERE LEISTUNGEN

  • Langjähriges Know-how bei der praktischen Umsetzung des SCC-Regelwerks (Scope 1: Betriebskategorie Kontraktoren und produzierendes Gewerbe)
  • Unterstützung bei der Einführung eines SGU-Managementsystems oder Integration in ein bereits bestehendes Managementsystem
  • Vorbereitung der notwendigen Dokumente oder Anpassung an die vorhandene Dokumentenstruktur
  • Kontaktaufnahme mit Schulungs- und Zertifizierungsstellen
  • Interne Überprüfung des SGU-Managementsystems und Auditvorbereitung


IHR NUTZEN

  • Kontinuierliche Verbesserung im Arbeitsschutz – Vermeiden von Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen
  • Integration in allen Industriezweigen möglich
  • Kombinierbar mit anderen Managementsystemen z.B. DIN EN ISO 14001:2015 für Umweltmanagement
  • Wettbewerbsvorteile durch das in einigen Branchen geforderte SCC-Zertifikat
  • Erwerb eines international gültigen SCC-Zertifikats möglich
  • Klärung von Verantwortlichkeiten und Befugnissen
  • Erhöhung des SGU-Bewusstseins der Mitarbeiter
  • Senkung der Unfallzahlen und der damit einhergehenden Kosten
  • Verbesserung des Images

 

ARBEITSSCHUTZMANAGEMENTSYSTEM nach ISO 45001

ARBEITSSCHUTZMANAGEMENTSYSTEM nach ISO 45001

Wir dürfen ein neues Mitglied in der Familie der High-Level-Structure-Normen begrüßen. Die DIN ISO 45001:2018 wurde am 12. März 2018 veröffentlicht und wird bis 2021 den bisher weltweit verbreiteten British Standard OHSAS 18001:2007 ablösen. Jede Organisation hat ein ureigenes Interesse daran, Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden. Im Zeitalter der Digitalisierung, der Beschleunigung und des demographischen Wandels wird es immer wichtiger, auch an die Gesundheitsförderung der Beschäftigten zu denken, um somit die wichtigste Ressource im Unternehmen zu schützen.

Um dies gewährleisten zu können und sich fortlaufend zu verbessern, ist es wichtig, auch den Arbeitsschutz im Unternehmen fest zu verankern und zu managen. Dabei werden in einem sich wiederholenden PDCA-Prozess Maßnahmen geplant (plan), umgesetzt (do), auf ihre Wirksamkeit überprüft (check) und gegebenenfalls angepasst (act).


UNSERE LEISTUNGEN

  • Feststellung des IST-Zustands des betrieblichen Arbeitsschutzes und Ausblick auf den SOLL-Zustand
  • Begleitung der Aufbau- und Ablauforganisation des betrieblichen Arbeitsschutzes
  • Unterstützung bei der Umstellung von der BS OHSAS 18001:2007 auf die DIN ISO 45001:2018
  • Integration der DIN ISO 45001:2018 in bestehende Managementsysteme nach der High-Level-Structure
  • Mitwirkung bei der Ermittlung bindender Verpflichtungen (rechtliche Anforderungen, Bestimmungen aus Genehmigungen, etc.)


IHR NUTZEN

  • Kontinuierliche Verbesserung im Arbeitsschutz – Vermeiden von Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen
  • Ermittlung von Risiken und Chancen und deren Steuerung
  • Optimierung von Organisation und Produktionsprozessen
  • Klärung von Verantwortlichkeiten und Befugnissen
  • Wettbewerbsvorteile durch das ISO 45001-Zertifikat
  • höhere Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation
  • weniger Ausfalltage und niedrigere Kosten
  • Kenntnis über die Erfordernisse und Erwartungen interessierter Parteien
  • Erhöhung der Rechtssicherheit
  • Verbesserung des Images