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Dokumentation nach Gewerbeabfallverordnung

AUSGANGSSITUATION / PROBLEMSTELLUNG

Ende März 2017 hat der Deutsche Bundestag die Novelle der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) beschlossen. Sie dient der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft, beinhaltet erhöhte Anforderungen an die Getrenntsammlung und fordert die Erfüllung weitreichender Dokumentationspflichten für Siedlungsabfälle und bestimmte Bau- und Abbruchabfälle. Betroffen sind alle Erzeuger von gewerblichen Siedlungsabfällen und bestimmten Bau- und Abbruchabfällen.

Neben der Menge und Abfallschlüsselnummern der betroffenen Abfälle sind folgende Sachverhalte zu dokumentieren:

  • Nachweise wie bspw. Lagepläne, Fotos, Wiege-, Übernahme- oder Begleitscheine
  • Erfüllung der Getrenntsammlungspflicht inkl. Getrenntsammlungsquote
  • Zuführung der getrennt gesammelten Fraktionen zum Recycling inkl. Bestätigung des/der Entsorger(s)
  • Zuführung gemischter Fraktionen zur Vorbehandlung (Sortieranlage) inkl. Bestätigung des/der Anlagenbetreiber(s)
  • Begründung inkl. Nachweise bei technischer Unmöglichkeit oder wirtschaftlicher Unzumutbarkeit jeglicher Forderungen

Zur Befreiung von der Vorbehandlungspflicht für Gemische ist eine Getrenntsammlungsquote von 90 Masseprozent nachzuweisen. Ab 2019 ist für die Befreiung stets das vorangegangene Kalenderjahr entscheidend. Für 2018 sind die Monate August bis Dezember 2017 entscheidend (Übergangsphase). Die Dokumentation inklusive Getrenntsammlungsquote ist von einem Sachverständigen oder Umweltgutachter bestätigen zu lassen und bis 31. März eines Jahres aktiv der Behörde vorzulegen. Liegt die Getrenntsammlungsquote unter 90 Masse-% so ist das Gemisch weiterhin einer Vorbehandlungsanlage zuzuführen. Für diesen Fall ist die Dokumentation (elektronisch) vorzuhalten und nur auf Verlangen der Behörde vorzulegen.

Bei Änderungen der Abfallarten, -behälter, Beförderer und Entsorger, Gegebenheiten der getrennten Sammlung oder der Entsorgungswege ist die Dokumentation zu aktualisieren. Daher ist eine jährliche Überarbeitung sinnvoll.

Bei Nicht-Beachten der Dokumentationspflichten drohen Bußgelder bis zu 10.000 €.
Bei Missachten der Getrenntsammlungspflichten drohen Bußgelder bis 100.000 €


UNSERE LEISTUNGEN

  • Vor-Ort-Begehung zur Dokumentation der örtlichen Gegebenheiten
  • Aufbereitung der Nachweisdokumente inkl. Erstellung eines Lageplans
  • Erstellung der Dokumentation nach Vorgaben der zuständigen Behörde
  • Kommunikation mit zuständiger Behörde
  • Einholen diverser benötigter Bestätigungen von Entsorgern und Anlagenbetreibern
  • Ggfs. Einholen einer Sachverständigenbestätigung

Optional: Aufzeigen von Optimierungspotenzialen


IHR NUTZEN

  • Erfüllung der rechtlichen Anforderungen aus der Gewerbeabfallverordnung
  • Transparenz über die Abfallentsorgung der betroffenen Abfälle
  • Aufdecken von Optimierungspotentialen
  • Basis für eine fortlaufende Erfassung der Abfalldaten